Einfachpedalharfe (Louis XVI-Harfe)

 

 

Nachschöpfung einer Louis XVI-Harfe nach Meistern des 18. Jh. (Naderman, Renault & Chatelain, Cousineau u.a.). In dieser Form erlebte die Pedalharfe in den Salons von Paris ihre höchste Blüte (Marie-Antoinette), auf ihr lässt sich ein breites Repertoire spielen, das von Krumpholtz über Mozart bis zu Spohr reicht. Diese Einfach-Pedalharfe mit dem originalen Zugkrücken-System bietet die authentischen Voraussetzungen für die barocke Spieltechnik des 18. Jh. Voller, warmer, sehr transparenter Klang, edles Timbre.

39 Darmsaiten F1 - b3 (415 / 430 / 440 Hz). Höhe 167 cm; 15 kg.

» CECILIA BARTOLI / MARGRET KÖLL - YouTube

» Masumi NAGASAWA spielt Rameau mp3

Dokumentarfilm:

» DVD: Bau einer Louis XVI-Harfe

NEU: Der Bau der Louis XVI-Harfe wird nun nach meiner Pensionierung von DARIO PONTIGGIA, Mailand nach meinen Plänen weitergeführt:

» www.dariopontiggia.com          daripont(a)fastwebnet.it


Gotische Harfe und Salonharfe

 

Gotische Harfen finden sich in zahlreichen Darstellungen um 1500. Dieses Modell ist in etwa dem „Nürnberger“ Original nachempfunden. Der schlanke Klangkörper ist "aus dem Block" geschaffen. Durch Einstellen der Schnarrstifte (Schnarrhaken) erhält die Harfe einen markant zeichnenden Klang. Halbtöne lassen sich durch entsprechendes Einstimmen oder durch "Abgreifen" erreichen.

26 Darmsaiten. Höhe 110 cm. Gewicht 2,5 kg.
Stimmungen nach Wunsch 415, 440, 466Hz

Klangbeispiele:

» mp3: N. LLOPIS ohne Schnarrstiften gespielt
» mp3: A. VOLLENWEIDER mit Schnarrstiften gespielt



Salonharfe
um 1800 in spätbarocker Bauweise mit Schalenkorpus aus 7 Spänen. Die Resonanzdecke besteht aus feinster Fichte. Heller, kräftiger Ton, sehr warmes Timbre. Mit modernen Halbton-Klappen von CAMAC ausgerüstet, ist diese Harfe für vielfältige Aufgaben einsetzbar.

34 Darmsaiten C - a3 (415 oder 440 Hz). Höhe 146 cm. Gewicht 7,5 kg

NEU: Der Bau der Gotischen Harfe und der Salonharfe wird nun nach meiner Pensionierung von PETER DEMMERLE, Schaffhausen weitergeführt:

» www.tuggi.ch            petertuggi(a)hotmail.com


Ergonomie

 

 

Die originalen Harfen (und auch die den Originalen nachgebauten Harfen) klingen optimal und klangstark bei leichter bis sehr leichter Saitenspannung. Dies kommt einer unverkrampften Artikulation entgegen und ist Balsam für Leute, welche ihre Gelenke schonen wollen oder müssen. Der enge Saitenabstand kommt erleichternd hinzu, Oktaven sind auch für kleine Hände ohne grosse Spannung zu greifen.

Selbst Personen mit feinem Fingerbau oder mit gehabten Handverletzungen spielen auf den historischen Harfen mühelos; perlende Läufe lassen sich ohne Kraftaufwand schnell spielen und sprechen dabei exakt und klar an. Dies erstaunt oft auch hochvirtuose Spieler und Spielerinnen, welche sonst auf der modernen Konzertharfe zuhause sind.

Als Vergleich: Eine Konzertharfe arbeitet mit einer Gesamt-Saitenspannung von etwa 1'100 kp. Bei einer historischen Einfachpedalharfe sind es zwischen 250 und 400 kp, je nach Alter und Typ. Der Oktavabstand c° - c' ist bei Konzertharfen um die 112 mm, bei historischen Harfen um die 92 bis 100 mm. Historische Harfen sind auch ergonomische Harfen.